Die Welt ist gerade etwas ärmer geworden.

Ich frage mich immer wieder, wie die Welt wohl ohne Ihn ausgesehen hätte. Jetzt nach seinem Ableben frage ich mich das umso intensiver.

Steve Wozniak hätte wohl seine ganze Brillianz in das Entwerfen von HP Taschenrechnern gesteckt und nicht darin, die PC Revolution zu ermöglichen. Somit wäre diese wohl wesentlich später erst geschehen, und wer weiss wie sie dann ausgesehen hätte. IBM hätte z.B. nicht ein husch husch Produkt gefertigt, um ihr etwas gegenüberzustellen, sondern - ohne Druck - einen wesentlich komplexeren und wahrscheinlich besser entworfenen Rechner, wie es auch Mitarbeiter bei IBM so planten, diese hätte sehr wahrscheinlich keine Klonproduktion ausgelöst.

Die GUI wäre wohl noch viel länger in den Labors des PARC geblieben, aus denen Xerox es nicht schaffte sie aus eigener Kraft in die Welt zu setzen. Damit natürlich auch kein Windows und schon wieder fehlt eine treibende Kraft der PC Revolution.

All diese Ideen wären sicherlich früher oder später implementiert worden, aber wie weiß ich nicht. Ich kann nur von der Konkurrenz Apples versuchen darauf zu schließen, wie diese ohne Apples (und damit auch Steves) Steilvorlagen selbst auf eigenen Beinen etwas zu Stande gebracht hätten. Leider läßt dies keine besonders positiven Blicke zu.
Ich denke, dass wir wohl 10 Jahre in der Vergangenheit leben würden. Die Computerwelt wohl auf dem Stand von 2001.

Das heißt auch, die besten Smartphones würden grad mal so aussehen, wie wir das von frühen Blackberries gewohnt sind. Touchbedienung wäre wohl noch ein Funken in den Köpfen der brillanten Techniker, die sie für das iPhone zur Marktreife gebracht haben. Tablets mit Stiftbedienung - wenn überhaupt - wären wohl das höchste der Gefühle.

Vielleicht wäre die Firma Momenta der Hersteller von Tabletcomputern

Wo wäre Microsoft? Immer noch Hersteller von Programmiersprachen?
Wo wäre IBM? Schwierige Frage.

Ich könnte jetzt noch ewig lange versuchen weiterzumachen, aber ich denke es sollte klar sein, daß sein Einfluß weitreichend war.

Die Welt kann froh sein, daß sie von ihn immerhin 56 Jahre profitieren konnte. Er hat ihr eine Kerbe verpasst.

Laßt uns das ebenfalls tun!